
von Gina Pick
Am 07. November 2025 fand das dritte Austauschtreffen der ostdeutschen Fachkräfteinitiativen in Erfurt statt. Die Initiativen der Bundesländer Thüringen (ThAFF – Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung), Sachsen-Anhalt (FiF – Landesinitiative Fachkraft im Fokus), Sachsen (ZEFAS – Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit) Brandenburg (Servicepaket Fachkräfte) und Mecklenburg-Vorpommern (Fachkräfteinitiativen Mecklenburg-Vorpommern) trafen sich im Comcenter Brühl. Die Teilnehmer:innen tauschten sich in interaktivem Format über inhaltliche Maßnahmen und Strategien zur Fachkräftesicherung, Best-Practice-Beispiele sowie konkrete Arbeitsschwerpunkte aus.
Auftakt: Begrüßung und Aktuelles aus den Fachkräfteinitiativen
Eröffnet wurde das Treffen durch eine wertschätzende Begrüßung und einen inhaltlichen Impuls von Katharina Schenk, der Thüringer Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie. Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, gab darauffolgend einen spannenden Einblick in die aktuellen Entwicklungstrend des ostdeutschen Arbeitsmarktes.
Im Anschluss hatten die Leiter:innen der Fachkräfteinitiativen die Möglichkeit, einen Überblick über die Entwicklungen und Ergebnisse des vergangenen Jahres zu sprechen und somit die Basis für einen bundesländerübergreifenden Austausch zu legen.
Workshop-Phase
In der Workshop-Phase vertieften die Teilnehmer:innen vier zentrale Handlungsfelder der Fachkräftesicherung:
- Internationale Fachkräfte für den ländlichen Raum gewinnen und binden
- Auszubildende gewinnen
- Hochschulabsolvent:innen in der Region halten
- Attraktivität der Arbeitgebenden stärken
Die Workshops boten die Gelegenheit, Herausforderungen zu diskutieren, Lösungsansätze zu entwickeln und erfolgreiche Praxisbeispiele aus den Bundesländern zu teilen.
Im Anschluss an das gemeinsame Mittagessen, das zu einem vertieften Austausch und zur Vernetzung einlud, wurden die zentralen Ergebnisse der Workshops im Plenum vorgestellt und gemeinsam reflektiert.
Fachlicher Input und Ideenpapier
Dr. Per Kopp vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung beleuchtete in seinem Vortrag „Strukturwandel in 4D: Digitalisierung, Demografie, Defossilierung und Deglobalisierung – Perspektiven für den ostdeutschen Arbeitsmarkt“ zentrale Entwicklungen und Trends, die den regionalen Arbeitsmarkt prägen. In seinem Beitrag verknüpfte er aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse des IAB mit der Fachkräftesituation in Ostdeutschland und lieferte somit wertvolle Denkanstöße für die Arbeit der Fachkräfteinitiativen.
Zum Abschluss des Tages erfolgte eine interaktive MentiMeter-Befragung, in der die Erkenntnisse des Tages mit den dazugehörigen Forderungen, Handlungsbedarfen und Wünschen der Teilnehmer:innen festgehalten wurden. Die Ergebnisse sollen anschließend in die interne Erarbeitung eines möglichen Positionspapiers der Thüringer Ministerin einfließen.
Fazit
Das Treffen der ostdeutsche Fachkräfteinitiativen bot auch in diesem Jahr wieder den Raum, sich über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Erfolge auszutauschen. Dadurch können gemeinsame Strategien für die Fachkräftesicherung in Ostdeutschland weiterentwickelt, voneinander gelernt und die regionale Zusammenarbeit gestärkt werden.
