Welchen Beitrag kann KI im Kontext „Guter Arbeit“ leisten?

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KI ist in aller Munde. Deshalb will ich mich hier im Blog zunehmend diesem Thema widmen. Wenn ich in LinkedIn unterwegs bin, dann gibt es dort Beiträge zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz und über die Erstellung von Beiträgen mit KI in „rauen Mengen“. Dies hat mich bewegt, mich selbst zu reflektieren? Wofür nutze ich schon KI und wofür könnte ich KI noch nutzen. Was ist wirklich sinnvoll?

Zunächst möchte ich Sie beruhigen. Meine Blogbeiträge hier kommen nicht von ChatGPT & Co., sondern tatsächlich von Oliver Lilie.

Bisher nutze ich KI vor allem für die Strukturierung von Texten, die Überprüfung von Erlerntem bei mir selbst und meinen Teilnehmenden in Seminaren sowie das Erstellen von Bildern für Präsentationen und Arbeitsaufgaben.

Was sagt die KI zu „Guter Arbeit“?

Aber sicher geht da noch viel mehr. Fragen wir doch einmal ChatGPT: „Wofür können Führungskräfte im Kontext von guter Arbeit künstliche Intelligenz sinnvoll einsetzen?“ ChatGPT „spuckt“ bei dieser Frage folgendes Ergebnis aus:

🔍 1. Unterstützung bei Entscheidungsfindung

KI kann komplexe Daten analysieren, Muster erkennen und Führungskräften fundierte Entscheidungsgrundlagen liefern.
Beispiel: Analyse von Mitarbeiterfeedbacks oder Fluktuationsraten zur Verbesserung der Arbeitskultur.

📊 2. Frühwarnsystem für Überlastung oder Unzufriedenheit

Mithilfe von KI-gestützten Analysen (z. B. aus Projektmanagement-Tools oder anonymisierten Umfragen) lassen sich Hinweise auf Überlastung, Burnout-Risiken oder Demotivation frühzeitig erkennen.
Ziel: Prävention statt Reaktion.

🕒 3. Automatisierung repetitiver Aufgaben

Durch KI können monotone und wenig sinnstiftende Tätigkeiten automatisiert werden – zugunsten von mehr Zeit für kreative, zwischenmenschliche oder strategische Aufgaben.
Kontext guter Arbeit: Fokus auf Qualität und Sinnhaftigkeit der Arbeit.

🤖 4. Personalentwicklung & individuelle Förderung

KI kann individuelle Lernbedarfe analysieren und personalisierte Weiterbildungsangebote machen.
Nutzen: Mitarbeitende werden gezielter gefördert – ein wichtiger Aspekt guter Arbeit.

🤝 5. Förderung von Diversität und Fairness

KI kann helfen, Bias in Entscheidungsprozessen (z. B. bei Bewerbungen oder Beförderungen) zu reduzieren – wenn sie bewusst und verantwortungsvoll trainiert und eingesetzt wird.

📡 6. Transparenz und Kommunikation verbessern

KI-gestützte Tools (z. B. Chatbots, semantische Analyse) können helfen, interne Kommunikation zu verbessern, Informationen zugänglicher zu machen und Mitarbeitende besser zu erreichen.

⚖️ 7. Ethik und Mitbestimmung ermöglichen

Führungskräfte können KI auch dazu nutzen, ethische Leitlinien zu operationalisieren:
z. B. durch transparente Entscheidungsunterstützung, Dokumentation von Prozessen und Beteiligung der Mitarbeitenden an der Gestaltung von KI-Systemen.

Das Ergebnis überrascht mich selbst. Nicht weil ich selbst dieses Inhalte hätte erarbeiten können, sondern die Geschwindigkeit ist beeindruckend.

Mein persönliches erstes Fazit

Wir liegen mit den Aktivitäten und dem inhaltlichem Fokus unserer Arbeit in FiF gut, denn viele der genannten Themen spielen eine zentrale Rolle in unserer Lotsenberatung der Landesinitiative.

Die Umsetzung der KI-Nutzung in der Bereite der Unternehmenslandschaft in Sachsen-Anhalt wird bei aller Dynamik des Themas aus meiner Sicht noch dauern. Denn:

  • wirklich gute KI-Tools sind mit dem Einsatz von finanziellen und personellen Ressourcen sowohl in der Einführung als auch in der Umsetzung verbunden. Gerade kleine Unternehmen verfügen über diese Ressourcen häufig nicht.
  • KI kann vielfältig genutzt werden. Jedoch bedarf es kluger strategischer Überlegungen, welchen Nutzen ich mit welcher Anwendung und welchem Tool erzeugen kann.
  • die Einführung von KI ist auch mit einer Reihe von Risiken und Gefahren verbunden. Diese Risiken führen bei schlechter Unternehmenskommunikation häufig zu Ängsten in der Belegschaft und auch bei den Führungskräften aus denen Widerstand entsteht. Diese führt häuft zum Verlangsamen oder sogar zum Stoppen von Neuerungen.

Ob privat oder dienstlich werden wir an KI zukünftig nicht vorbei kommen. Es gilt, sich ausreichend damit auseinanderzusetzen. Dazu möchte ich auch hier im Blog einen kleinen Anteil beitragen.

Für mich ist gegenwärtig klar: Ich möchte mein Gehirn auch zukünftig noch selbst nutzen. KI sollte nie das eigene Denken vollständig ersetzen. Das ist wie mit dem Navigieren. Fährst du nur mit Google-Maps, dann hast du ein Problem, wenn du ein Auto ohne Navi und Mobiltelefon zum Ziel bringen möchtest. KI ist eine hervorragende Hilfe, um Routinetätigkeiten sicher, zuverlässig sowie vor allem schneller auszuführen. Sie kann mir als Sparringspartner für die Entwicklung neuer Ideen und die Entscheidungsvorbereitung dienen.

Wie ich KI für meine eigene Arbeitsorganisation nutzen kann, dazu finden Sie demnächst im Blog „Gute Arbeit“ mehr.